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Otto Morach (Solothurn 1887 - 1973 Zürich)
Otto Morach ist ein Hauptvertreter des Schweizer Expressionismus.
Während seines Studiums besucht er die Kunstgewerbeschule Bern, wo er sich mit Arnold Brügger, Fritz Pauli und Johannes Itten anfreundete. Auch mit Paul Klee war er gut bekannt
Es folgten Auslandauftenthalte, 1909-1911 in Paris, darauf in München, Berlin und Prag. 1912/13 arbeitet er in Paris im Atelierhaus "La Ruche" - sein Nachbar ist Marc Chagall, von dem er starke Eindrücke empfängt.
1914-18 in Solothurn, wo er als Maler und Lehrer arbeitet. Zusammen mit Fritz Baumann und Niklaus Stoecklin gehört er zu den wichtigen Mitgliedern der Basler Künstlergruppe "Das Neue Leben". Er war auch Gründungsmitglied der "Artistes radicaux" und pflegte Kontakte zum Zürcher Dadaismus.
Schon früh setze er sich mit dem Kubismus und seiner weiteren Entwicklung auseinander. Das Werk von Léger, Delaunay und Severini hinterliessen bleibende Eindrücke bei Otto Morach, aber auch im Kreise des grossen Koloristen Cuno Amiet fand er Quellen zu seinem eigenständigen, unverwechselbaren Oeuvre. Sein expressiver Umgang mit dem Licht, das er oft in Annäherung an den Kubismus als geometrische Flächen darstellt, steht seine zutiefst ursprüngliche Anschaung Tieren und Pflanzen gegenüber. Diese finden oft im Surrealismus und entfernt auch in der Neuen Sachlichkeit eine Annäherung.
Aber auch auf anderen Gebieten - besonders in der Plakatkunst war Otto Morach ein Pionier und seiner Zeit voraus.
Mit unserer Ausstellung möchten wir Ihnen das vielseitige Werk dieses wichtigen Schweizer Künstlers näher bringen!
Zur vergangenen Frühjahrs-Ausstellung 2009:
Cuno Amiet (1868 - 1961) – Ausstellung in Zürich
Verzeichnis der ausgestellten Bilder
Zur Ausstellung
Zusammen mit Ferdinand Hodler und Giovanni Giacometti ist Cuno Amiet der bedeutendste Wegbereiter der Moderne in der Schweiz. Generationen von jüngeren Malern beziehen sich auf seinen Umgang mit der reinen Farbe und auf seine Motivwelt. Daneben ist auch sein Einfluss auf die europäische Avantgarde ganz allgemein gross.
So schreibt Magdalena Moeller im neuen Katalog des Brücke-Museums zu Amiet: «Mit seiner Malerei, die alte Sehgewohnheiten aufbrach, wurde er für die Künstler der Brücke zum Vorbild. …Am 6. September 1906 forderte Heckel ihn auf, der Brücke beizutreten».
Der Solothurner Maler wird also als Vorläufer des deutschen Expressionismus und als zentrale Figur der Europäischen Malerei überhaupt bezeichnet.
Das Besondere an Cuno Amiet bleibt zeitlebens sicherlich seine internationale Sichtweise. Mit grosser Leichtigkeit vereint er expressive Elemente mit seinem virtuosen Kolorismus. Er verbindet die Kraft der Expressionisten mit der «Peinture» der Franzosen - so wie er Kontakte zu Jawlensky als auch zu Bonnard unterhielt.
Anmerkungen zum Frühwerk von Cuno Amiet:
1887 begegnete Cuno Amiet dem Schweizer Maler Giovanni Giacometti in München, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte.
In München gehörten sie zum Schweizer Kreis, u.a. mit Max Buri, Wilhelm Balmer, Hans Beat Wieland sowie dem zukünftigen Bundesrat Felix Calonder.
1901 begann Amiet mit Ferdinand Hodler zu arbeiten, der ihm neue stilistische und thematische Horizonte eröffnete. Der Symbolismus und die deutschen Alten Meister, sowie die Repräsentation der Figur rückten in sein Blickfeld.
1904 waren Amiet undt Hodler wieder an der Sezession in Wien beteiligt. Damit begann seine expressive Zeit. Er traf Carl Moll, Gustav Klimt, Kolo Moser und Gustav Mahler. 1904 adoptierte Amiet seine Nichte Greti Adam (1900-1979).
1905 zeigte Cuno Amiet im Kunsthaus Zürich 37 seiner Werke. Die Ausstellung war danach in der Galerie Richter in Dresden zu sehen.
In diesem Jahr lernte Cuno Amiet auch Hermann Hesse kennen, der ein Geleitwort zu seiner Ausstellung in Zürich schrieb.
1906 nahm Amiet an der Ausstellung der Berliner Sezession teil. Im September wurde er von der Künstlervereinigung "Die Brücke", gegründet von Bleyl, Kirchner, Heckel und Schmidt-Rottluff, eingeladen, ihr beizutreten, was er denn auch tat. Bei ihrer ersten Ausstellung in der Lampenfabrik Seifert in Dresden-Löbtau war er dabei.
1907 stellte "Die Brücke" in der Galerie Richter in Dresden aus. Amiet war auch vertreten. "Die Brücke" stellte dann im Kunstmuseum Solothurn aus.
Josef Müller und seine Schwester Gertrud begannen, die Werke von Amiet zu sammeln. Im Herbst reiste Amiet nochmals nach Paris, um zusammen mit Giovanni Giacometti die Cézanne-Ausstellung zu besuchen.
1908 fand im Zürcher Kunsthaus eine Van Gogh-Ausstellung statt, die es Amiet erlaubte, sich noch stärker mit dem Werk dieses grossen Meisters auseinanderzusetzen
Cuno Amiet liess sich vom Berner Architekten Otto Ingold in Oschwand ein Haus im Jugendstil erbauen. Gertrud Müller beteiligte sich finanziell daran.
1909 nahm Amiet an den Internationalen Kunstausstellungen in Wien und München teil und sandte Werke an "Die Brücke". Mit dem Ehepaar Miller reiste er nach Florenz. Er traf Professor Eberhard Grisebach, den Direktor des Jenaer Kunstvereins. Zusammen mit Giacometti stellte Cuno Amiet bei Thannhauser in München aus.
1910 waren Amiets Werke in der Sezession in Berlin, als Mitglied von "Die Brücke" in Leipzig, am Nemszeti Szalon in Budapest und an der 10. Nationalen Kunstausstellung der Schweiz in Zürich zu sehen.
Mit "Die Brücke" stellte Amiet auch in der Galerie Arnold in Dresden aus.
Das neue Kunsthaus in Zürich gab ihm den Auftrag, die Werke "Die Wahrheit" und, später (1910-17), "Jungbrunnen" für das Gebäude zu realisieren. Amiet nahm auch an der Inaugurationsausstellung des Kunsthauses Zürich teil.
1911 reiste Cuno Amiet u.a. nach München, wo er Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Paul Klee (den er bereits kannte), Louis Moilliet, August und Helmut Macke, sowie Heinrich Campendonck begegnete.
In Köln nahm er an der Ausstellung "Kunst unserer Zeit" teil. Professor Eberhard Grisebach aus Jena besuchte ihn auf der Oschwand.
1912 kaufte sich Amiet den an sein Haus angrenzenden Bauernhof in Oschwand, den er zu seinem Atelier umbaute. Er trat der Schweizer Gruppe "Moderner Bund" bei.
Amiet stellte in der Eröffnungsausstellung der Galerie Hans Goltz in München, sowie an der Grossen Kunstausstellung in Dresden, an der Internationalen Kunstausstellung in Amsterdam, dazu sieben Werke als Schweizer Repräsentant an der Ausstellung Sonderbund in Köln aus, wo er zum ersten Mal die "Brücke"-Maler Kirchner und Heckel, sowie Edvard Munch traf.
Amiet hatte eine Einzelausstellung bei Thannhauser in München, er stellte dann mit August Macke im Kunstverein in Jena aus, mit "Die Brücke" in der Galerie Gurlitt in Berlin, weitere Ausstellungen folgten.
1913 löste sich "Die Brücke" wegen Meinungsverschiedenheiten unter den Künstlern auf.
Amiet stellte mit Giovanni Giacometti zusammen in der Galerie Hans Goltz in München aus und nahm an der Internationalen Kunstausstellung in München teil, wo er für "Die Ernte" eine Goldmedaille erhielt. Die Galerie des Jenaer Kunstvereins erwarb sein Werk "Nu d'une fille debout avec fleurs".
1914 brach der Erste Weltkrieg aus.
Das Kunsthaus Zürich zeigte eine umfassende monographische Schau mit 201 Werken von Cuno Amiet.
Zusammen mit Giacometti stellte er in der Galerie Goltz in München aus. Klee sowie Alexej von Jawlensky, der seit Kriegsbeginn am Genfersee wohnte, besuchten erstmals Amiet in Oschwand. 1915 kamen Jawlensky und Marianne von Werefkin zu Amiet nach Oschwand. Zusammen mit Jawlensky stellte Amiet im Kunstsalon Wolfsberg in Zürich aus.
Der spätere Schweizer Literatur-Nobelpreisträger Carl Spitteler besuchte Amiet in Oschwand.
1917 vereinte eine Kollektivausstellung im Kunsthaus Zürich Werke von Amiet, Giacometti, Hermann Haller und F. Trillhaasse. Im Mai vollendete Amiet seinen Beitrag zur Dekoration des Kunsthauses Zürich, den "Jungbrunnen".
Zusammenfassend passt zu dieser Zeit ein Zitat von Hermann Hesse über das Werk von Cuno Amiet:
"Er setzt keine Grenzen - er erweitert sie", schrieb der Dichter bewundernd.
Vergangene Ausstellung:
Edwin Scharff (1887 - 1955) - René Beeh (1886 - 1922)
Zwei Künstlerfreunde
Edwin Scharff und René Beeh: Zwei grosse Figuren des Deutschen Expressionismus. Beide waren Mitbegründer der "Neuen Münchner Secession", gehörten zum engsten Freundeskreis, etwa von Franz Marc, Paul Klee und ins Umfeld des "Blauen Reiters", einer der wichtigsten Bewegungen der Moderne.
Scharff gilt bis heute als einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Sein Werk wurde in zahlreichen Monographien und Ausstellungen gewürdigt. In Neu-Ulm widmet sich ihm ein eigenes Museum.
Der früh verstorbene René Beeh war einer der hervorrragendsten Illustratoren
seiner Zeit. Nachdem es längere Zeit sehr ruhig um ihn geworden war, zeigt das Museum in Strassburg heute permanent seine Werke. Die Stadt Haguenau hat ihm 2008 eine umfassende Retrospektive gewidmet.
Die Vernissage fand am Donnerstag 26. Februar 2009 statt!.
Vergangene Ausstellung:
Johann Gottfried Steffan (1815 - 1905) und Traugott Schiess (1834 - 1869)
Gemälde und Zeichnungen, Freitag, 4. April - 30. April 2008
Johann Gottfried Steffan stammt aus Wädenswil am Zürichsee. Nach einer Lithographenlehre reiste er 1833 nach München, wo er an der Akademie u.a. bei Peter von Cornelius und Wilhelm von Kaulbach studierte.
Beeindruckt von Carl Rottmanns italienischen Landschaften wendet er sich 1840 endgültig der Malerei zu. Sein Atelier wurde zum Mittelpunkt der Schweizer Künstler in München.
Dort nahm er 1854 auch seinen Schüler Traugott Schiess auf. Es folgten gemeinsame Studienreisen in die Bayrischen Alpen und in die Schweiz.
1857 und in den folgenden Jahren verbrachten die beiden Maler den Sommer zusammen mit anderen Künstlern auf der Richisau im Klöntal. Dort lernte Schiess Rudolf Koller kennen, der zu seinem grossen Vorbild wurde. Es folgten Begegnungen u.a. mit Franz von Lenbach und Arnold Böcklin, der zeitweise in Steffans Atelier arbeitete.
1862 heiratete Traugott Schiess die älteste Tochter seines Lehrers J.G. Steffan.
1869, im Alter von 35 Jahren starb der junge Maler an den Folgen einer Lungenentzündung.
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Aus unserer Auktion vom 4.6. 2010

Augusto Giacometti (1877 - 1947)
Früchtestillleben, 1943
Öl auf Leinwand, 60 x 81 cm
Schätzpreis: CHF 250'000.– / 180'000.–
Zuschlagpreis: CHF 410'000.–
Ferdinand Hodler (1853 - 1918)
Thuner- und Brienzersee mit
Freiburgerstier, um 1888
Öl auf Karton / Holz, 12 x 18 cm
Schätzpreis: 60'000.– / 40'000.–
Zuschlagpreis: CHF 89'000.–
Gottardo Segantini (1882 - 1974)
Blühende Bäume an Seeufer, 1917
Öl auf Leinwand, 70 x 61 cm
Schätzpreis: CHF 50'000.– / 30'000.–
Zuschlagpreis: CHF 50'000.–
Alois Carigiet (1902 - 1985)
Felsen von Schlans, 1976
Öl auf Leinwand, 70 x 90 cm
Schätzpreis: CHF 45'000.– / 32'000.–
Zuschlagpreis: CHF 48'000.–
Augusto Giacometti (1877 - 1947)
Hyazinthen, 1935
Öl auf Leinwand, 41 x 52 cm
Schätzpreis: CHF 150'000.– / 100'000.–
Zuschlagpreis: CHF 100'000.–

Gustave Buchet (1888 - 1963)
Dampfschiff bei hohem Wellengang, 1951
Öl auf Karton, 46 x 55 cm
Schätzpreis: CHF 15'000.– / 10'000.–
Zuschlagpreis: CHF 11'000.–
Aus der Ausstllung «Cuno Amiet»
Cuno Amiet (1868 - 1961)
Rote Geranien in Sommerlandschaft, 1910
Öl aus Leinwand
Bildmass: 98 x 91 cm
Aus Ausstellung: E. Scharff, R. Beeh
Edwin Scharff (1887 - 1955)
Liebespaar, 1918
Aquarell und Tuschfeder, 36 x 25 cm
(Verkauft)
René Beeh (1886 - 1922)
Kohle auf Papier
Aus der Ausstellung vom 4.- 30.4.08

J. G. Steffan (1815-1905)Am Ammersee
um 1860
Öl auf Leinwand, 30 x 45 cm
(Verkauft)
Aus unserer vergangenen Auktion
Cuno Amiet (1868-1961)
«Schnee bei Sonnenuntergang», 1909
Öl auf Leinwand, 55 x 60 cm,
Provenienz: Privatbesitz
Schweiz Ausstellungen:
- Jena, Kunstverein 1912
- Kunsthaus Zürich
- Jena, Stadtmuseum 2007
August Macke - Cuno Amiet,
mit ganzseitiger Abbildung im Katalog.
Schätzpreis:CHF 400'000.– / 300'000.–
Zuschlagpreis: CHF 340'000.–
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Standort Zürich
Galerie Widmer Auktionen AG
Kirchgasse 33
8001 Zürich
Tel +41 (0)43 343 90 33
Fax +41 (0)43 343 90 34
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