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Pressetext St. Galler Tagblatt vom 23.11.2008:
Am Dienstag startet in der Galerie Widmer die beliebte «Schriftliche Auktion». Bis Ende Woche sind an der Löwengasse über 600 Gemälde namhafter Künstler, internationale Grafik und seltene Stiche ausgestellt. Dabei sei manch günstige Gelegenheit zu entdecken, wie Galerist Hans Widmer mitteilt: «Das Angebot ist so vielfältig wie nie». Der tief angesetzte Startpreis – bei manchen Bildern kann ab hundert Franken geboten werden – ermögliche es auch jüngeren Sammlern, ein Gebot zu machen, sagt Hans Widmer.
Wie immer sind dabei auch zahlreiche Werke bedeutender Ostschweizer Künstler vertreten, darunter Arbeiten von Ferdinand Gehr, Adolf Dietrich, Carl Roesch, Carl Liner oder Hans Krüsi. Das lange Künstlerverzeichnis reicht von A wie Archipenko bis Z wie J. B. Zeller. Der ganze Katalog mit allen Abbildungen sowie den Start- und Schätzpreisen ist auch im Internet zu sehen. (pd/red.)
Presse-Archiv
St. Galler Tagblatt vom 12. Juni 2007
«Gelegenheit macht Sammler» (St. Galler Tagblatt, 31.05.2007)
Kunstauktion bei Hans Widmer spiegelt einen lebhaften Kunstmarkt
Im ersten Rang ein Bild des Appenzellers Hans Zeller, gefolgt vom Venezianer Zoran Antonio Music, auf dem dritten der Bergeller Augusto Giacometti: Die lokal-internationale Mischung hat Erfolg gebracht.
Art, Biennale, Documenta – die derzeitige Kunstwoche hat sich günstig auf Hans Widmers Auktion vom letzten Freitag ausgewirkt. Bis auf ein gutes halbes Dutzend wurden alle Bilder verkauft; ein so hoher Prozentsatz wie noch kaum zuvor. Nachrichten von Rekordpreisen haben das Interesse an der Kunst wachgerufen. Dies ist aber nur ein Grund für Widmers Auktionserfolg. Wichtig war auch, dass von namhaften Künstlern Werkgruppen zusammenkamen: Dies war namentlich bei Ferdinand Gehr der Fall, dessen «Rote Kühe» und «Menschwerdung» 48 000 Franken erzielten. Auch bei Carl Walter Liner hat sich das «Bilder-Team» positiv ausgewirkt: 40 000 Franken für die «Korsische Landschaft» sind ein Spitzenresultat.
Appenzeller überbieten sich
Zahlreiche Bilder haben das Drei- bis Vierfache des Ausrufe- oder Schätzungspreises gebracht. Auch das trägt zum Erfolg einer Auktion bei, dass die Erwartungen realistisch eingeschätzt werden. Dass es dann zuweilen anders kommt, gehört zum Wesen einer Auktion, die auch ein wenig an ein Glücksspiel erinnert.
Der «Dengeler» von Hans Zeller etwa wurde für 8000 angeboten. Doch zwei Appenzeller, die offensichtlich in das Bild verliebt waren, trieben den Preis zum Podestplatz, auf 82 000 Franken. Ein sehr gutes Resultat erzielte auch die Sammlung von Künstlern aus dem Umkreis der Erker Galerie, insgesamt gut eine halbe Million.
Ausgelastete Telefonleitungen
Das Zusammenspiel von Ostschweizer und internationaler Kunst dürfte ein weiterer Grund für den Auktionserfolg gewesen sein. So liefen während der Auktion die sechs Standleitungen und die zusätzlichen Handy-Verbindungen auf Hochtouren. Bei Musics «Chiesa della Salute» bot ein Venezianer gegen einen Schweizer; bei Jef Verheyen war Belgien am Draht. Das beflügelte auch die Preise für Ostschweizer. So wurden für Hans Krüsis «Im Linsebühl»
11 000 geboten, für Carl Roeschs «Winterliche Abendlandschaft» 12 000.
Bei Hans Widmer schliesst sich nun eine schriftliche Auktion an mit Bildern, Grafiken und Stichen, unter anderem ein grosses Grafikangebot von Ferdinand Gehr.
Copyright © St.Galler Tagblatt, 12. Juni 2007, Josef Osterwalder
Eine Publikation der Tagblatt Medien. |
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Aus Auktion 271
Hans Zeller (1897 - 1983)
«Dengeler»,
Bildmass 61 x 50 cm
Zuschlagpreis Fr. 82'000.– |
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